Monatsarchiv für Dezember 2009

Die Kosten des Gesundheitssystems spornen die Politiker auch in den USA an zu phantastischen Höchstleistungen beim Erfinden neuer Steuern und Abgaben. Die wichtigste Frage dabei: Wo wird der geringste Widerstand erwartet?

Vor einigen Wochen kamen nach diesem Prinzip Mitglieder des US-Senats auf die Idee, eine Steuer auf Schönheitsoperationen und auf das Sonnen in Sonnenstudios zu erheben.  Die Sache mit den Schönheitsoperationen war schnell wieder vom Tisch, nachdem sich vor allem die mächtige American Medical Association dagegen ausgeprochen hatte.

Das aber erhöhte nur noch den Charme der Besonnungs- oder Bräunungs-Steuer. Sozusagen unterm Weihnachtsbaum hat jetzt hat der Führer der demokratischen Mehrheit im Senat, Senator Harry Reid, die Besonnungssteuer auf den Weg gebracht:  10 Prozent auf alle Solarien-Sitzungen. Das soll unterm Strich dem Staat etwa 2,7 Milliarden Dollar in den nächsten 10 Jahren einbringen – etwa die Hälfte der gekippten Steuer auf die Schönheitsoperationen.

Zu Ende gedacht würde eine “echte”  Besonnungssteuer tatsächlich alle Finanzierungssorgen unserer Gesundheitssysteme mit einem Schlag beseitigen können.  Die Besteuerung  jedes Sonnenstrahls, der auf menschliche Haut trifft – egal ob auf dem Balkon oder am Ballermann oder sehr viel seltener im Sonnenstudio, könnte selbst bei bescheidenen Steuersätzen Milliarden, ja Billionen, in die Staatskassen spülen.

Dass eine Strafsteuer auf`s Sonnen mit Sicherheit am Ende mehr kostet als sie je bringen kann, scheint die US-Politiker nicht zu stören, zumal das Geld jetzt fließt und die teuren negativen Gesundheitsfolgen erst später sichtbar werden. Wissenschaftler haben nämlich ausgerechnet (dazu hier, hierhier und hier), dass die “Gesundheitskosten” des Sonnen-Vermeidens um ein Vielfaches höher liegt als die “Kosten” einer (unvernünftigen) Besonnung. Um auch nur einen Teil der gesundheitlichen und Wohlfühl-Vorteile der UV-Strahlen von Sonne und Solarium zu ersetzen, müssten die Menschen in großem Umfang Pillen schlucken (die Pharma-Lobby freut`s), wenn sie die Steuer sparen wollen.
Pillen schlucken statt Steuern zahlen!?

So etwas kann in Deutschland nicht passieren! oder?

Quelle: Looking fit, 21.12.09

Die Dezember-Ausgabe des Gesundheits-Newletters, herausgegeben von der medizinischen Fakultät der berühmten Harvard Universität in Boston, USA, ist dem Sonnenschein-Vitamin D3 gewidmet und beginnt mit den euphorischen Sätzen:

Herzkrankheiten. Stürze und Knochenbrüche. Brust- und Prostata-Krebs. Depression und Gedächtnisverlust. Alle diese Gesundheitsprobleme scheinen nichts gemeinsam zu haben, außer der Tatsache, dass sie zu körperlichem Verfall und Tod führen. Aber jetzt deuten aufregende Forschungsergebnisse darauf hin, dass es  diese Verbindung doch gibt: Der Mangel an Vitamin D, dem sogenannte Sonnenschein-Vitamin, trägt zu allen diesen Krankheiten bei.” (Übersetzung, d. Red.)

Das wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert in einer Zeit, da die positiven Gesundheitswirkungen des Sonnenschein-Vitamins praktisch im Stundentakt sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als inzwischen aber auch in den Medien zelebriert werden.

Hinter dieser Veröffentlichung aber steckt eine interessante und irgendwie lehrreiche Geschichte. Denn die “Karriere” des Vitamin D, das eigentlich ein Hormon ist, begann an der Harvard-Universität – und die altehrwürdige Dame Harvard wollte nichts davon wissen. Im Gegenteil, als der junge Prof.  Michael F. Holick in den frühen 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts immer mehr über dieses erstaunliche Hormon erforschte und damit der herrschenden (dermatologischen) Lehre von der Verderblichkeit der Sonnenstrahlen widersprach, wurde er kurzerhand in die Wüste geschickt.
30 Jahre später, Prof. Holick ist inzwischen zu dem wohl international anerkanntesten Vitamin D-Experten geworden, feiert nun auch sein alter Arbeits- und Forschungsplatz seine wissenschaftlichen Entdeckungen und die Neubewertung nicht nur eines Vitamins/Hormons sondern auch der Sonne und ihrer UV-Strahlen.

Da ist es schon kaum noch bemerkenswert, dass die Autoren nun auch den Pfad der dermatologischen Tugend verlassen – wenn auch vorsichtig – und die Sonne als Quelle des Sonnenschein-Vitamins empfehlen.  Der Gewinn, der mit dieser Einsicht erzielt wird, ist hoch und wird im Harvard Newsletter als “umfassende Wirkungen” aufgelistet, unter “vielen, vielen anderen” etwa bei:

  • Regulierung des Knochenstoffwechsels, Osteoporose, Osteomalazie,
  • Erkrankung der Herzkranzgefäße,
  • Bluthochdruck,
  • Herzversagen,
  • Muskelschmerzen,
  • Infektionen wie Grippe, Tuberkulose, Atemwegserkrankungen,
  • etc., etc.

Und endet mit der Empfehlung, einer Organisation (GrassrootHealth) beizutreten, die – von Wissenschaftlern an der Westküste der USA gegründet – sich der Erforschung, vor allem aber der Verbreitung von Informationen über das Sonnenschein-Vitamin D widmet und der sich inzwischen so gut wie alle Universitäten mit einschlägigen Forschungsrichtungen in USA und Kanada angeschlossen haben – auch Harvard!

Von dieser flächendeckenden Einsicht ist Europa, und vor allem Deutschland mit seinen verbissen fightenden Organisationen wie der Deutschen Krebshilfe oder der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP),  noch weit entfernt.  Bei uns hat die “gute” Sonne noch viel Überzeugunsarbeit zu leisten, bevor sie sich neben der – von den Medien so geliebten  -  “bosen” Sonne wird behaupten können.

Quelle: Harvard Health Publications – Harvard Heart Letter

Foto: © Kzenon - Fotolia.com

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Die Fitness von Frauen “in den besten Jahren” wird wesentlich mitbestimmt durch ihre ausreichende Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Forscher von der Iowa State University, USA, testeten die physischen Leistungsfähigkeit und Fitness von 242 gesunden Frauen mit im Durchschnitt 54 Jahren und verglichen die Resultate mit dem Vitamin D-Spiegel im Blut der Teilnehmer. Der durchschnittliche Body Mass Index (BMI) der Frauen lag bei 25.

63,6 Prozent der Teilnehmerinnen wiesen einen mehr oder minder großen Vitamin D Mangel auf (weniger als 75 nmol/L).

Bei allen Fitness-Messungen zeigten sich deutlich bessere Ergebnisse bei den Frauen mit guten oder sehr guten Vitamin D-Werten.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Aussagen früherer Studien über den Zusammenhang von ausreichender Vitamin D-Versorgung (zu 80-90 Prozent durch UVB-Strahlen von Sonne oder Sonnenbank auf der Haut) mit physischer Kraft, Gleichgewicht und allgemeiner Fitness bei jüngeren wie älteren Frauen.

Quelle: JournalWatch

Studie:  Stewart JW et al., Serum 25-hydroxyvitamin D is related to indicators of overall physical fitness in healthy postmenopausal women. Menopause 2009 Nov/Dec; 16:1093-1101

fvs-spiegel_WohlfühlenDie Fälle von Lungenentzündungen werden bis zum Jahr 2050 um 149 Prozent zunehmen. Das ist “Rekord” unter den Volkskrankheiten, wie jetzt das Fritz-Breske-Institut für Gesundheits-System-Forschung ermittelte (Details hier). Einer der Gründe für diesen Anstieg – wie übrigens auch bei den meisten im Report genannten Volkskrankheiten – könnte der Mangel an Sonne und Besonnung sein.

Zeitgleich mit dem Bericht des Fritz-Breske-Instituts erscheint jetzt eine Studie aus Philadelphia, USA, die einen erstaunlichen Zusammenhang herstellt von Intensität der Sonnenstrahlen mit dem Auftreten und der Häufigkeit von Pneumokokken-Infektionen, einer schweren Form der Lungenentzündung.

Die internationale Forschungsteam mit Wissenschaftlern aus Australien, Kanada und den USA hatte 603 Patienten mit eine Pneumokokken-Infektion in den Jahren 2002-2007 untersucht und das Auftreten der Krankheit mit der Jahreszeit und der Intensität der Sonneneinstrahlung verglichen (UV-Index gemessen im Wochenrhythmus).

Nicht nur trat die größte Häufung von Fällen dieser Lungenentzündung wie erwartet in den Wintermonaten auf,  sondern darüber hinaus zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Stärke der UV-Strahlung, gemessen am UV-Index, und den Erkrankungsfällen.  Mit jedem Punkt Zunahme des UV-Index sank die Wahrscheinlichkeit einer Lungenentzündung um jeweils 30 Prozent.

Der größte Risikofaktor in Philadelphia für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist eine länger Periode  niedrigen UV-Strahlung,” so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler, die dieses Phänomen auf die immunregulierende und anti-bakterielle Wirkung des “Sonnenschein-Vitamins” zurückführen.

Tatsächlich steht diese Studie in einer langen Reihe von wissenschaftlichen Entdeckungen über die Bedeutung der UV-Strahlen (von Sonne und Solarium) und des Vitamin D3 für Vorbeugung und Therapie vieler Volkskrankheiten – und für die immer kritischer werdende Situation der Gesundheitssysteme.

Hier einige Beispiele für Berichte über diesen Zusammenhang in der Reihenfolge der Zuwachsraten bis 2050, wie sie vom Fritz-Breske-Institut ermittelt wurde:

Immer häufiger treten auch die gesundheitsökonomischen Konsequenzen ins Blickfeld der Forschung. Über einige Ergebnisse haben wir hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Dass bei diesem Zusammenhang zwischen UV-Strahlen, Vitamin D und Gesundheit die Solarien eine wichtige Rolle vor allem für die kontrollierte Vitamin D-Synthese spielen können, wird in ein einer Reihe von Studien belegt: hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier

Quelle: PubCrawler

Studie:  Alexander NJ White et al., Let the sun shine in: effects of ultraviolet radiation on invasive pneumococcal disease risk in Philadelphia, Pennsylvania, BMC Infectious Diseases 2009, 9:196

In ungewöhnlich deutlichen Worten distanzierte sich in diesen Tagen der niederländische „Gesundheitsrat“ (Dutch Health Council), das wissenschaftliche Beratungsgremium des Gesundheitsministeriums, von negativen Aussagen über Sonne und Solarien der Weltgesundheitsorganisation, WHO, und ihres wissenschaftlichen Beirats, IARC.

Die Einstufung der Solarien als “krebserregend” durch die Wissenschaftsagentur  im Juli dieses Jahres hatte eine beispiellose Medienlawine ausgelöst bis hin zu  Vergleichen von Sonnenbänken mit tödlichen Gasen und Giften.

Schon damals wiesen international renommierte Wissenschaftler auf Fehler und Schwächen in der Begründung und auf die einseitige Auswahl der Studien hin.

In einer Stellungnahme an die holländische Regierung wendet sich das Dutch Health Council sowohl gegen die Falschinformationen durch die Medien als auch gegen die wissenschaftlich fragwürdigen Behauptungen der IARC (International Agency for Research on Cancer):

  1. Die Aufnahme in die Top-Liste der “krebserregenden” Substanzen sage nichts über das Ausmass der Gefährdung und noch weniger über die Bedingungen und Voraussetzungen  unter denen überhaupt ein Krebsrisiko durch (künstliche) Besonnung entstehen könnte.
  2. Tatsächlich gäbe es keinen wissenschaftlich überzeugenden Grund, mäßiges und kontrolliertes  Sonnen im Freien oder im Solarium mit der Entstehung vor allem des gefährlichen “schwarzen” Hautkrebs, Melanom, in Verbindung zu bringen.
    Wörtlich:
    Der Gesundheitsrat ist der Ansicht, dass eine sichere Aussage über die Folgen der Solarien-Nutzung für die Ausbreitung des Melanoms nicht möglich ist.”  Zumindest müssten dann die genauen Umstände benannt werden, wie etwa die Nutzungshäufigkeit und -intensität, die Strahlendosis, Alter und Hauttyp sowie natürlich die Art der Strahlenquelle, etwa der Besonnungslampen.
  3. Das Wissenschaftsgremium der WHO habe außerdem einseitig auf die möglichen negativen Folgen der UV-Strahlen verwiesen, ohne die bedeutenden positiven Gesundheitswirkungen auch nur im Ansatz zu berücksichtigen.

Die Wissenschaftler verweisen auf die “10 Goldenen Regeln” für vernünftiges Sonnen, die der Rat schon vor Jahren formuliert hatte. Darín sehen sie  den kürzesten Weg zur
optimalen Balance zwischen dem positiven Gesundheitsnutzen der UV-Strahlen von Sonne und Sonnenbank einerseits und den Gefahren einer übermäßigen Besonnung andererseits.

Der Dutch Health Council ist das bedeutendste wissenschaftliche Beratungsgremium der Niederlande im Gesundheitbereich. Seine Studien, Stellungnahmen und Empfehlungen bilden häufig die inhaltliche Grundlage für Gesetzgebungsverfahren. Ihm gehören eine Reihe  renommierter Wissenschaftler von verschiedenen niederländischen Universitäten an.

Quelle:  Sunlight Research Forum (SRF)

Die Stellungnahme der Dutch Health Council: Advisory letter UV radiation and sunbeds, Download (PDF)

Sonne ist (neues) Leben Foto: fotolia

Sonne ist (neues) Leben - Foto: Schleich Fotolia

Babies von Frauen mit einer Schwangerschaft überwiegend in den sonnenärmeren Monaten leiden sehr viel häufiger an Multipler Sklerose – und bei Schwangeren mit einem besonders niedrigen Vitamin D-Spiegel treten vor und bei der Geburt doppelt so häufig Komplikationen auf wie bei Schwangeren mit optimaler Vitamin D-Versorgung.

Diese Aufsehen erregenden Meldungen über zwei aktuelle Studien bestätigen frühere Berichte über einen Zusammenhang von Sonne, Besonnung und Vitamin D mit dem Geburtsvorgang und der Gesundheit der Babies (in diesem Blog z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

In Schweden hatte eine Forschergruppe Neugeborene mit Multipler Sklerose (MS) nach ihren Geburtsmonaten eingeteilt. Sie fanden heraus, dass Kinder, die z.B. im Juni geboren worden waren,  um 11 Prozent häufiger an MS litten als der Durchschnitt der schwedischen Kinder, während der Anteil bei den im Dezember geborenen deutlich unter dem Durchschnitt lag.

Auch in Schottland

Fast gleichzeitig und mit dem gleichen Ergebnis erscheint jetzt eine große (1.309 Teilnehmerinnen) schottische Studie in der Fachzeitschrift “European Neurology“. auch hier zeigte sich das erheblich höhere MS-Risiko bei Kindern die im April geboren wurden (22 Prozent über dem Durchschnitt)  im Vergleichich zu den November-Kindern (16 Prozent unter dem Durchschnitt).

Komplikationen

In einer nach sehr viel „strengeren“ Methoden erstellten Studie der bekannten internationalen Vitamin D-Forscher Professors Bruce Hollis und Carol Wagner wurden mehr als 500 Frauen während der Schwangerschaft mit unterschiedlichen Dosen an Vitamin D (400, 2.000, 4.000 IE täglich) behandelt.
In der Gruppe mit der niedrigsten täglichen Dosis war die Zahl der Komplikationen, wie Frühgeburt oder Infektionen, doppelt so hoch wie bei der Gruppe mit den 4.000 IE.

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitamin D besonders hoch, da das entstehende Baby noch nicht in der Lage ist, sein benötigtes Vitamin D im eigenen Körper selbst zu „erzeugen“.

Immunreaktion bei Neugeborenen

Eine japanische Studie kommt zur gleichen Zeit bei der Untersuchung von Neugeborenen und der Bildung des immunregulierenden Peptids Cathelicidin zu der Einschätzung, dass Vitamin D3 von erheblicher Bedeutung sei für die Abwehrkraft der Neugeborenen gegen Infektionen.

Studien:
J. Salzer et al., Season of birth and multiple sclerosis in Sweden, Acta Neurologica Scandinavica, Nov. 2009

Hannah K. Bayes et al., Timing of Birth and Risk of Multiple Sclerosis in the Scottish Population, Eur Neurol 2010;63:36-40

Bruce Hollis,  Carol Wagner,  Studie vorgestellt beim Vitamin D Workshop,  Brügge, Oktober 2009

Y. Misawa et al.,  Vitamin D(3) induces expression of human cathelicidin antimicrobial peptide 18 in newbornsInt J Hematology,  28. Nov 2009 (online vorab veröffentlicht).

Sonnenschein-Vitamin gegen Raucherlunge  Foto: Fotolia

Sonnenschein-Vitamin gegen Raucherlunge Foto: Fotolia

Je stärker Raucher oder ehemalige Raucher unter den Folgen ihrer Sucht, der “Raucherlunge” und dem “Raucherhusten” leiden, desto häufiger wird bei ihnen ein chronischer Vitamin D-Mangel beobachtet – 25(OH)D bei weniger als 20 ng/ml.
Von den Patienten im fortgeschrittenen Stadium (4) leiden sogar 100 Prozent unter einem Vitamin D-Defizit.

Unsere Untersuchungen legen eine Empfehlung nahe für die Behandlung mit Vitamin D von Patienten mit fortgeschrittenen obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD),” so fasst der Leiter einer Forschungsgruppe an der Katholieke Universiteit Leuven, Belgien, die Ergebnisse der Studie mit 414 Rauchern im Alter von über 50 Jahren zusammen.

Quelle: HighWire

Studie:  Wim Janssens, Roger Bouillon et al.,  Vitamin D Deficiency is Highly Prevalent in COPD and Correlates with Variants in the Vitamin D Binding Gene, Thorax,  Online vorab veröffentlicht 8. December 2009

Der Vitamin D-Spiegel im Blut beeinflusst ganz wesentlich die Entwicklung eines Lymphknotenkrebses und die Chance, diesen Krebs zu überleben.

Forscher an der Mayo-Klinik in Rochester und der University of Iowa, USA, kamen bei der Untersuchung von 374 Lymphom-Patienten zu dem Ergebnis, dass ein Vitamin D-Mangel das Risiko, an diesem Krebs zu sterben um das Doppelte erhöht und sich das Wachstum des Tumors um das 1,5fache beschleunigt. Die vom National Cancer Institute der USA finanzierte Studie wurde jetzt auf dem Jahreskongress der American Society of Hematology vorgestellt.

Leiter der Forschergruppe und Endokrinologe an de Mayo Klink Prof. Matthew Drake: “Unsere Ergebnisse sind zweifellos unter den fundiertesten Erkenntnissen über den Zusammenhang von Vitamin D und Krebs überhaupt. Sie werfen die Frage auf, ob Vitamin D in der Behandlung dieses Krebses eingesetzt werden sollte. Weitere Forschungen wären wichtig.

Diese Forschungsergebnisse unterstütze die wachsende Einsicht in die Bedeutung des Vitamin D für die allgemein Gesundheit, so Drake: “Zumal es so einfach ist, die Vitamin D-Versorgung sicherzustellen durch Supplementierung oder im Sommer durch 15 Minuten Aufenthalt an der Sonne mindestens drei Mal pro Woche.”

Quelle: Science Daily

Studie: Matthew T Drake et al., Vitamin D Deficiency Is Associated with Inferior Event-Free and Overall Survival in Diffuse Large B-Cell Lymphoma, Blood (ASH Annual Meeting Abstracts) 2009 114: Abstract 1952

Wenn bei Menschen mit einem Bluthochdruck die Vitamin D-Synthese durch erbliche Belastung behindert wird,  stellt sich häufig eine Herzinsuffizienz ein. Mit diesem Forschungsergebnis einer Gruppe von Wissenschaftlern am Medical College of Wisconsin, USA, bestätígen sich die Befunde aus früheren Studien mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen:
Vitamin D-Mangel schwächt das Herz!

Die Forscher hatten 205 Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz,  206 Patienten mit Bluthochdruck allein und weitere 206 gesunde Kontrollpersonen mit einer bestimmten Genvariate (Gen CYP27B1) untersucht, das einen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Vitamin D im Körper ausübt.  Bei den Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz war dieses Gen degeneriert, die Vitamin D-Versorgung funktionierte nicht richtig.

Bei den Patienten mit Bluthochdruck und dem beschädigten Gen verdoppelte sich das Risiko, an Herzschwäche zu erkranken.

Der Leiter der Studiengruppe,  Prof. Robert U. Simpson,  äusserte sich zuversichtlich, dass mit dieser Erkenntnis einer schweren Herzerkrankung bei Bluthochdruck-Patienten rechtzeitig vorgebeugt werden könnte.

Vor einigen Monaten erst hatte Prof. Simpson und Kollegen in einer umfassenden Übersichtsstudie die positiven Wirkungen des Sonnenschein-Vitamins gegen Bluthochdruck und Herzversagen unterstrichen.

Einmal mehr: Hab Sonne im Herzen!

Quelle:  Science Daily

Studien:
R.A. Wilke , R.U. Simpson et al., Genetic variation in CYP27B1 is associated with congestive heart failure in patients with hypertension, Pharmacogenomics 2009 Nov;10(11):1789-97

C.W. Nemerovski , M.P. Dorsch, R.U. Simpson, H.G. Bone ,  K,D. Aaronson, B.E.Bleske,  Vitamin D and cardiovascular diseasePharmacotherapy 2009 Jun;29(6):691-708.