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Österreich verbietet Sonnen im Solarium für Jügendliche

Geht nicht mehr für Jugendliche

Seit heute gilt auch in Österreich, was schon seit einem Jahr für Deutschland Gesetz ist: Kein Sonnenbad im Solarium für Minderjährige. In Österreich reichte dafür eine Verordnung. Zuständig: das Familienministerium.

Niedriger hängen auch die Strafandrohungen: Bis zu 2.180 Euro zahlt, wer von den Gewerbebehörden dabei ertappt wird, dass er Jugendlichen unter 18 die Benutzung der Sonnenbänke erlaubt.

Für selbstbediente Solarien auch in Schwimmbädern und Hotels wird eine Eingangskontrolle per Chipkarte verpflichtend. Anders als im Entwurf der deutschen “Solarienverordnung” ist die Anwesenheit von Fachpersonal nicht gefordert.

Mit dieser Verordnung hat auch in Österreich die “Angstkarte” gestochen: Die wissenschaftlich zweifelhafte und in den Medien darüber hinaus noch falsch interpretierte IARC-Aktion mit der Einordnung der Solarien als “krebserregend” – zusammen mit der Natursonne, dem Rotwein, gesalzenem Fisch aber auch Arsen und Giftgas – war offensichtlich politisch kurzfristig überzeugender, als die Argumente der anderen Seite für eine Begrenzung etwa bei 16 Jahren, die z.B. darauf verweisen konnte, dass

  • die Jugendlichen eine der Problemgruppen in der Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin D darstellen und
  • gerade in diesem Alter die Grundlagen für spätere chronische Erkrankungen, wie typischerweise die Osteoporose, gelegt werden, deren Ursache ganz wesentlich mit einem Mangel an Sonnenschein-Vitamin zusammenhängt.

Wenn diese chronischen Krankheiten zuschlagen, sind die Politiker längst nicht mehr im Amt, die mit ihrer “Solarienverordnung” ihren Beitrag dazu und zu den exponentiell wachsenden Belastungen der Gesundheitssysteme geleistet haben. Die Angst aber vor dem Hautkrebs ist heute allgegenwärtig – und könnte heute Wahlen beeinflussen.

(Fakten in Stichworten zu “Sonne, UV-Strahlungen, Jugendliche“)

Quelle: APA

Frank Garland

Dr. Frank Garland

Er war, gemeinsam mit seinem Bruder Prof. Cedric Garland, einer der Pioniere der modernen Vitamin D-Forschung: Am 17. August starb in La Jolla, Kalifornien, Prof. Frank C. Garland, der als erster den Zusammenhang von Sonne, Vitamin D und Krebs, insbesondere Darm- und Brustkrebs, entdeckte und in zahlreichen Studien beschrieb.

Seit dem Erscheinen des ersten Artikels im Jahre 1980 haben Wissenschaftler aus aller Welt eine Verbindung von Vitmain D zu etwa 20 Krebsarten nachgewiesen. Die wissenschaftliche Diskussion um die Bedeutung dieser Entdeckung und seine Reichweite ist noch in vollem Gang.

Prof. Garland ist Träger des Arnold-Rikli-Preises für wissenschaftliche Exzellenz in der Photobiologie.

Vitamin D, Immunschutz und Sonnenschutz

Kurz, knapp und leicht verständlich: Stand der Wissenschaft zu Sonne, UV-Strahlen, Vitamin D und Gesundheit

Das ist in Kürze die Antwort auf die Frage im Untertitel einer Broschüre (oder ist es ein kleines Buch?) mit dem Titel:
Vitamin D, Immunschutz und Sonnenschutz
.

Entstanden ist das informative und – wenn man seine Entstehung bedenkt – äusserst allgemeinverständliche Büchlein aus einem Symposium an der Universität Zürich im Januar dieses Jahres.

Im Details und dennoch knapp wird das “Sonnenschein-Vitamin D3″, seine Entstehung, seine Eigenschaften (warum ist das Vitamin D kein Vitamin sondern ein Hormon?) und seine Wirkung erklärt.

Wie kommte es zur “Vitamin-D-Mangel-Epidemie” (zur “Pandemie” haben sich die Autoren nicht durchringen können)? und vor allem: Welche Bedeutung, präventive und therapeutische, hat das Vitamin/Hormon für welche Krankheiten?

Ein kurze Literaturliste und vor allem ein hilfreiches Glossar für den “interessierten Laien” schließt das Werk ab.

Dass Büchlein kann gegen einen Unkostenbeitrag von CHF 5.- plus Versand bezogen werden über:

XeRR Geschäftsstelle
Dr. Timo Buetler
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Universität Zürich Irchel
Gebäude 17, Stock H, Raum 94
Winterthurerstrasse 190
CH-8057 Zürich
Telephon +41-(0)44-635 59 41
Fax     +41-(0)44-635 68 57
E-Mail XERR@pharma.uzh.ch

Cancer Research UK korrigiert Empfehlungen

Doch lieber eine Prise Sonnenlicht!

Nachdem bereits viele internationale Krebsorganisationen, vor allem aber Ärzte-Fachorganisationen, Stück für Stück ihre Empfehlungen für die Aufnahme des Sonnenschein-Vitamins D3 durch die Sonnenstrahlen oder durch Supplementierungen an den Stand der Wissenschaft angepasst haben (wir haben immer mal wieder darüber berichtet), steht jetzt auch die bemerkenswerte Kehrtwende einer Organisation an, der britischen Cancer Research UK, die sich in der Vergangenheit vor allem durch militante Aktionen gegen Sonne und (künstliche) Besonnung profiliert hatte.

Künftig lautet der Rat ans Publikum nicht mehr: Sonne meiden um jeder Preis und zu allen Zeiten, sondern: Kurzer Aufenthalt an der Mittagssonne ohne Sonnenschutz lange genug, um das notwendige Vitamin D zu tanken, dann Schatten oder Bekleidung. Sonnenbrand in jedem Fall vermeiden!

Die Trendwende kommt nach einer Flut wissenschaftlicher Arbeiten in den letzten Jahren über die Folgen des wachsenden, epidemischen Vitamin D-Mangels durch moderne, sonnenarme Lebensweisen. Erst jüngst hatte eine englische Studie nachgewiesen, dass der Aufenthalt an der Sonne im Sommer in unseren Breiten und mit unserem Lifestyle nicht ausreicht, die Vitamin D-Versorgung übern den sog. “Vitamin D-Winter” hinweg zu sichern.

Die deutschen Schwesterorganisationen der Cancer Research UK, wie etwa die Deutsche Krebshilfe, beharren trotzig auf Empfehlungen gegen den epidemischen Vitamin D-Mangel, die man etwa so zusammenfassen könnte: Selbstbräuner statt Sonnenbräune plus Pillen statt UV-Strahlen.

Quelle: Sunlight Research Forum

Quick and Dirty-Infos über Sonne und Vitamin D als eine Art SonnenNews-Digest kann jetzt bei YouTube besichtigt werden. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung eines US-Videos:

Einziger kleiner Fehler bei diesem amüsanten Durchlauf: Alternative zur Sonne sind nicht nur die Vitamin D-Pillen sondern – besser, weil dem natürlichen Prozess der Vitamin D-Bildung angepasster – das Solarium im Qualitäts-Sonnenstudio.
Übrigens: Eine Sammlung der besten Videos zu diesem Thema – deutsch wie englisch – im Internet findet sich bei YouTube hier:
http://www.youtube.com/lbmedien

Quelle (engl.): http://paynowlivelater.blogspot.com/2010/06/paleoprimal-in-nutshell-part-3-sunshine.html

Quelle (deutsch): http://www.urgeschmack.de/die-jaeger-und-sammler-lebensweise-teil-3-vitamin-d/

In einem ausführlichen Interview auf dem Blog “Netzwerk Frauengesundheit” begründet der Photomediziner und Lichtbiologe Dr. Alexander Wunsch seine Auffassung von der Überlegenheit der überlegenen präventiven und therapeutischen Kraft der Sonne und der natürlichen Anpassungen des menschlichen Körpers an die wechselnden “Anforderungen” der Sonnenstrahlen über die “chemischen” Formen z.B. von Sonnenschutz – bei vernünftigem Sonnen im Freien und im Solarium.

Die derzeitige Regulierungswut – ausgelöst von den Angstkampagnen um Sonne und Hautkrebs – kritisiert er als konterproduktiv und im Endeffekt schädlich für die Gesundheit der Bevölkerung.

Alexander Wunsch ist Humanmediziner und Lichttherapeut. Seine Tätigkeitsfelder und Forschungsinteressen sind die Geschichte der Lichtbiologie, Lichtwirkung auf Zellebene sowie die Photoendokrinologie und Anwendung der Photomedizin beim Menschen. Er ist Mitglied der deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) und Lehrbeauftragter für den Themenbereich “Light and Health” im internationalen Studiengang “Architectural Lighting Design” der Hochschule Wismar.

Quelle: Netzwerk-Frauengesundheit

Beim Pilz wird das "Sonnenschein-" zum "Blitz-Vitamin"

Der Pilz braucht nur einen Blitz, wo der Mensch ein ganzes Sonnenbad benötigt: Die tägliche Vitamin D-Dosis wird in modernen Produktionsstätten dem Champignon durch UV-Blitze von zwei Millisekunden aus einer Xenonlampe zugeführt. Je höher der Vitamin D-Gehalt sein soll, desto mehr Blitze sind notwendig. Eine Art Turbo-Pilz-Solarium.

Theoretisch könnte der Mensch damit seinen Vitamin D-Bedarf aus Champignons bestreiten. Tatsächlich sind die Pilze die einzigen Pflanzen, die einen nennenswerten Beitrag zum Vitamin D-Haushalt des Menschen leisten können.

Die Champignon-Farmer hatten mit der zunehmenden “Popularität” des Sonnenschein-Vitamins in der UV-Bestrahlung der Pilze ein überzeugendes Marketing-Instrument entdeckt. Es reicht aus, die Pilze nach der Ernte in der Sortieranlage zu bestrahlen, um ihren Vitamin D-Gehalt zu erhöhen. Allerdings handelt es sich hier umd das weniger wirkungsvolle Vitamin D2.

Aber erst die großen Frucht-Konzerne entwickelten die blitz-schnelle Methode der Anreicherung ihrer Produkte.

Pflanzenpathologe Gary Schroeder, “Pilzdirektor” eines dieser Konzerne, dazu: “Das ist so, als würde man die Pilze länger in die Sonne halten.” Wie lange, verrät er nicht. Vermutlich reicht dem Champignon, wie dem Menschen, eine 10-15minütige Ganzkörperbesonnung im Sommer zur Mittagszeit (unterschiedliche Hauttypen scheint es bei den Pilzen nicht zu geben), um sich die optimale Dosis einzuverleiben. Mit Blitz geht`s schneller – aber nur beim Champignon!

Quelle: fruchtportal.de

Sonne und Solarium “erholen” sich allmählich von 40 Jahren “feindlicher Propaganda” von “interessierter Seite”. Dazu bedurfte es einer überwältigenden Fülle wissenschaflticher Publikationen (allein 2.400 Studien im Jahr 2009) und solcher Schriften, wie sie jetzt vom Mankau Verlag vorgelegt wird. Das Buch der beiden Experten Profs. Spitz und Grant wird im Oktober erscheinen. Hier die Information des Verlags:

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde. Über viele  Jahrhunderte nutzte die Medizin ihre heilende Kraft. Durch intensive Angst-Kampagnen von Dermatologen und Krebsorganisationen, gefördert von Kosmetik- und Pharmaindustrie,  ist sie zum bösen Dämon mutiert, der nur noch unsere Gesundheit bedroht. Antibiotika und die Angst vor Hautkrebs haben die positiven Eigenschaften der Sonnenstrahlen vergessen lassen.

Dieser Ratgeber zeigt, wie wichtig das Sonnenlicht für unsere Gesundheit ist. Denn ohne Sonne kommt es zu einem Defizit an Vitamin D, das für die Regulation zahlreicher Prozesse in nahezu allen Körperzellen benötigt wird.  Eine deutliche Mehrheit aller Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiden an Vitamin-D-Unterversorgung und wissen nicht, dass dieser Mangel in vielen Fällen zu Krebs führen kann.

Das “Sonnenhormon” kann nicht nur bei Betroffenen die Lebensqualität verbessern und die Lebenszeit verlängern, sondern ist vor allem maßgeblicher Schlüssel zur Prävention: Vitamin D senkt das Krebsrisiko und unterdrückt das Wachstum bösartiger Tumore. Außerdem schützt es vor Rachitis und Diabetes, verlangsamt Knochenschwund, kräftigt die Muskulatur, fördert das Immunsystem, produziert körpereigene Antibiotika, schützt die Nervenzellen (auch vor Multipler Sklerose) und senkt den Blutdruck.

Präventionsmediziner Prof. Dr. Jörg Spitz und Vitamin-D-Experte Prof. Dr. William B. Grant schildern die neuesten Forschungsergebnisse zum UV-Licht und zum Sonnenhormon, erläutern, wie der eigene Vitamin-D-Spiegel ermittelt und reguliert werden kann und geben wertvollen und konkreten Rat, wie mithilfe der Heilkraft der Sonne Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose vermieden oder gelindert werden können.
Ein Plädoyer für einen gesundheitsbewussten Umgang mit dem Sonnenlicht!

Auf einige der hier behandelten Themen geht Prof. Spitz in einem Gespräch mit der Redaktion ein, das hier und auf dem YouTube-Kanal “Sonne ist Leben” zu sehen ist:

Johan Moan, Querdenker, Pionier und einer der weltweit bekanntesten UV- und Vitamin D-Forscher erhält in diesem Jahr den renommierten Forschungspreis der Universität Oslo (UiO). Moan leitet die Forschungsabteilung für Biophysik und Photodynamische Therapie am Universitätsklinikum Oslo und ist Professor am Physikalischen Institut der Universität Oslo. Er wird insbesondere für seine Forschung über die Effekte von Besonnung auf die menschliche Gesundheit ausgezeichnet.

Bei uns auf SonnenNews.de war der Wissenschaftler schon oft “zu Gast” mit bahnbrechenden Einsichten und Erkenntnisen (z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), die er in einem Interview mit der Redaktion zusammenfasst:

Prof. Moan hatte in vielen seiner Forschungsprojekte etablierten dermatologischen Ansichten widersprochen und manchen eher reflexartig von “Experten” in den Medien wiederholten Vorurteile wissenschaftlich begründete Einsichten entgegengestellt. Vor allem der vernünftige Umgang mit dem lange “verteufelten” UVB als Quelle der Vitamin D-Synthese im menschlichen Körper gehört zu seinen zentralen Botschaften. Er gehörte schon zu einer Zeit, da diese Botschaften auch in Wissenschaftskreisen noch praktisch tabuisiert waren, zu den “Verteidigern”  der “guten”, der lebensspendenden Sonne – auch und gerade der Mittagssonne.

Inzwischen gehören die Arbeiten und die Ergebnisse der Forscher um den norwegischen Professor Johan Moan zum aktuellen Stand der Forschung über die Rolle der UV-Strahlen – ob natürlich oder künstlich – für Prävention und Therapie vor allem bei chronischen Erkrankungen.

Die Preisverleihung findet am 2. September 2010 im Zuge des Jahresempfangs der Universität Oslo statt. Der UiO-Forschungspreis ist mit 250.000 Norwegischen Kronen dotiert.

Quelle: Sunlight Research Forum

Vitamin D-Mangel kann zur Versteifung der Arterien und damit zum Herzinfark und Schlaganfall führen. Da schwarze Jugendliche weniger Vitamin D als weisse Jugendliche durch die UVB-Strahlen der Sonne in der Haut bilden können, sind sie besonders gefährdet. Mit der Einnahme von 2.000 IE zusätzlich kann dieser Gefahr begegnet werden.

Von den schwarzen Teilnehmern an unserer Studie hatten 95% einen Vitamin D-Mangel, und das im sonnigen Georgia (Südstaat der USA, d. Red)”, berichtet Yanbin Dong, Leiter der Forschungsgruppe am Medical College of Georgia in Augusta. “Wir konnten zeigen, dass Vitamin D-Supplementierung die Gesundheit von Herz und Gefäßen bei schwarzen Teenagern, die nicht genug Vitamin D  durch die Sonne oder die Ernährung bekommen.”

Dies ist die erste klinische Studie mit Vitamin D-Gaben von 2.000 IE bei Jugendlichen.

Die Teilnehmer waren in zwei Gruppen eingeteilt worden. Die eine Gruppe bekam die vom Verband der Kinderärzte empfohlene Dosis von 400 IE, die andere Gruppe 2.000 IE täglich. Es zeigte sich, dass die geringere Dosis, anders als die höhere Dosis, nicht ausreichte, einen angemessenen Vitamin D-Spiegel im Blut zu erreichen und gleichzeitigweder einen ausreichenden Schutz gegen die Versteifung der Arterien zu bieten noch eine Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems .

Quelle: Eurekalert/Biosciencetechnology

Studie: Yanbin Dong, et al., A 16-week randomized clinical trial of 2,000 IU daily vitamin D3 supplementation in black youth: 25-hydroxyvitamin D, adiposity, and arterial stiffness, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Oktober 2010 (vorab online berichtet)


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