Archiv für die Kategorie 'Sonnenschein-Vitamin'

Sonne schützt vor vielen Krebsarten, auch vor dem gefährlichen “schwarzen” Hautkrebs, dem Melanom. Büroangestellte leiden häufiger unter dieser Krankheit als Menschen, die im Freien arbeiten und der Sonne ausgesetzt sind.

Bisher stand der Nierenkrebs nicht auf der Liste der durch Sonne beeinflussten Krebsarten. Das ändert sich jetzt.

Eine Studie vom National Cancer Institute in Rockville, USA, weist jetzt nach, dass regelmäßiger Aufenthalt an der Sonne durch entsprechende berufliche Tätigkeiten das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken, um bis zu 38 Prozent verminderte. Je mehr Sonne, desto geringer das Risiko.

Die Forscher waren von der Beobachtung ausgegangen, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Nierenkrebs-Erkrankungen ständig zugenommen hatten, während gleichzeitig die Vitamin D-Versorgung der Bevölkerung stetig zurückging.  Die Vermutung lag daher nahe, dass der Mangel an “Sonnenschein-Vitamin” Auswirkungen auf die Entstehung und Entwicklung des Nierenkrebses haben könnte.

In der methodisch sehr sorgfältig durchgeführten Studie, die in den nächsten Tagen in der führenden Fachzeitschrift Cancer erscheinen wird, wurden 1,097 Patienten mit Nierenkrebs aus Mittel- und Osteuropa untersucht und verglichen mit  1,476 gesunden Probanden.

Vor einem Rätsel allerdings standen die Wissenschaftler als sie feststellen mussten, dass es einen deutlichen Zusammenhang von Vitamin D-Werten im Blut und dem Nierenkrebs-Risiko gab, dass dieser Zusammenhang aber nur bei den Männern eine statistisch relevante Größe hatte, nicht aber bei den Frauen! 

Prof. Sara Karami und ihre Kollegen vermuten, dass

  • die weiblichen Hormone hier eine Rolle spielen könnten,
  • Frauen, wie Umfrage-Studien regelmäßig nachweisen, häufiger und regelmäßiger zu Sonnenschutzmitteln greifen und damit die Vitamin D-Synthese abblocken,
  • die Männer im Freien mit bloßem Oberkörper arbeiten und entsprechend mehr Hautoberfläche für die Bildung des Sonnenschein-Vitamins “zur Verfügung stellen”.

Wie immer weisen die Forscher darauf hin, dass diese Ergebnisse noch in weiteren Studien über die Arbeitswelt hinaus bestätigt werden müsste.

Quelle: Alphagalileo

Studie:  Sara Karami et al.,  Occupational sunlight exposure and risk of renal cell carcinoma, CANCER; online vorab publiziert am 08. März 2010

Ein Mangel an Vitamin D, dem Sonnenschein-Vitamin, bei werdenden Müttern hat weitreichende Folgen für den Verlauf der Geburt wie für die Neugeborenen.

In einer der ersten klinischen Studien über den Zusammenhang von Vitamin D und vorzeitiger Geburt wurden 600 schwangeren Frauen in zwei Gruppen unterschiedliche Dosen an Vitamin D verabreicht. Die eine Gruppe erhielt die offiziell  empfohlene Dosis von 400 IE (Internationale Einheiten), die andere Gruppe das 10fache, 4.000 IE.

Das Ergebnis war erstaunlich: Nach 33 bzw. 37 Wochen lag das Risiko einer vorzeitigen Geburt in der Gruppe mit der „normalen“ Vitamin D Dosis um etwa 50 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe mit 4.000 IE. Die Fälle von ungewöhnlich leichten Babies war in dieser Gruppe ebenfalls wesentlich häufiger.

Mehr noch, Atemwegserkrankungen und entzündliche Erkrankungen der Geburtswege kamen in der Gruppe mit der höheren Vitamin D-Gabe wesentlich seltener vor. Um 30 Prozent geringer war das Risiko von typischen Schwangerschafts- und Geburtskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Präeklampsie.

Die Babies in dieser Gruppe litten deutlich seltener unter Erkältungen oder Ekzemen.

Nebenwirkungen der hohen Vitamin D-Dosen wurden nicht beobachtet.

Unsere Ergebnisse werden hoffentlich die Frauenärzte alarmieren, die sich bisher nicht um den Vitamin D-Spiegel ihrer Pateientinnen gekümmert haben“, so Prof. Bruce Hollis, der Leiter der Studie an der Medical University of Charleston in South Carolina, USA.

Die noch unpublizierte Studie wurde in Brügge beim 14 Vitamin D-Workshop vorgestellt.

Noch aktueller weist eine finnische Studie nach, dass selbst bei einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D-Pillen  in der von den Fachgesellschaften empfohlenen Dosis, 71 Prozent der Schwangeren unter einem Vitamin D-Mangel leiden – mit gravierenden Konsequenzen für das Knochenwachstum und die Größe der Babies.

Ein weitere Studie, die im März d.J. erscheinen soll,  bestätigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Vitmain D-Status der Schwangeren und dem Entwicklungsstand des Babies bei der Geburt. Die Forscher betonen das komplexe Verhältnis, bei dem nicht alle Faktoren bisher bekannt seien. Soe scheine es einen erheblichen Unterschied zwischen den Rassen zu geben.

Über ähnliche Ergebnisse weiterer Studien zu Vitamin D, Schwangerschaft und Geburt haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier

Quelle: Times Online

Studien:

H.T. Viljakainen et al., Maternal Vitamin D Status Determines Bone Variables in the Newborn, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Februar 2010, online vorab veröffentlicht

Lisa M. Bodnar et al., Maternal Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations Are Associated with Small-for-Gestational Age Births in White Women, The Journal of Nutrition (March 3, 2010)

Spermien_fotoliaNoch einmal zu Sonne, Vitamin D und Männlichkeit:

Das Sonnenschein-Vitamin D scheint für die männliche Zeugungskraft eine noch höhere Bedeutung zu haben als ohnehin schon vermutet.  Die Häufung von Vitamin D-Rezeptoren (die “Türhüter” der Zellen für den Zugang des aktiven Vitamin D in die Zellkerne) in Hoden, Samenleiter und in den reifen Samenzellen legen diesen Schluss nahe.

Dänische Forscher hatten sich dieser Frage auf neuen Wegen genähert. Sie untersuchten die Funktionen verschiedener Vitamin D-Rezeptoren in den männlichen Geschlechtsorganen und der Enzyme, die für die “Zubereitung” des Vitamin D und dessen Wirksamkeit zuständig sind.

Sie fanden bei den Versuchsteilnehmern bestätigt, was bereits aus Tierversuchen bekannt war: Ein Vitamin D-Mangel führt zu geringerer Spermienbildung und Fruchtbarkeit bei den betroffenen Männern.

Erst kürzlich hatten Studien den Zusammenhang zwischen dem Sonnenschein-Vitamin und der Bildung von männlichen Hormonen belegt.

Die Autoren dieser Studie machten dabei in ersten Untersuchungen auch mit Frauen eine scheinbar paradoxe Entdeckung:
Bei Frauen scheint Vitamin D die Testosteronwerte zu senken!

Eine Gruppe von Frauen mit krankheitsbedingter Überproduktion des männlichen Hormons wurden erfolgreich mit Vitamin D behandelt. Die abschliessenden Ergebnisse der Studie liegen allerdings noch nicht vor. Ein Punkt mehr allerdings bereits jetzt für die “heilende Sonne” , ihr Sonnenschein-Vitamin und die natürliche Steuerung ihrer Wirkungen jeweils dorthin, wo sie gebraucht werden.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Martin Blomberg Jensen et al.,  Vitamin D receptor and vitamin D metabolizing enzymes are expressed in the human male reproductive tractHuman Reproduction,  online vorab publiziert 18. Februar 1020.

Wer ausreichend Vitamin D – überwiegend durch UV-Strahlung – tankt, ist deutlich weniger anfällig für typische “Volkskrankheiten” wie Herz-Kreislauf-, Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen, Diabetes und das sogenannte “metabolische Syndrom”,  eine Kombination aus Übergewicht, gestörtem Zuckerstoffwechsel, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten. So das Ergebnis eine Meta-Studie an der englischen University of Warwick.

Die britischen Forscher um Studienleiter Prof. Oscar Franco hatten 28 methodisch hochwertige Studien mit 95.745 Teilnehmern ausgewertet, um den Zusammenhang von Vitamin D-Spiegel im Blut und weit verbreiteten chronischen Krankheiten zu untersuchen.

Die Probanden mit den höchsten Vitamin D-Werten hatten ein um 43 Prozent geringeres Risiko für Gefäß- und Stoffwechselkrankheiten als diejenigen mit den geringsten Blutwerten. Bei älteren Menschen und Menschen mittleren Alters verringerte sich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um 33 Prozent, für Diabetes um 55 Prozent und für das metabolische Syndrom um 51 Prozent.

Wenn damit auch noch nicht abschließend die Frage nach Ursache und Wirkung  geklärt sei, so Prof. Franco, sollte doch bereits beim gegenwärtigen Stand der Forschung die ausreichende Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin” vor allen für die “epidemischen” Herz- und Gefäßkrankheiten hohe Priortät geniessen.

Vor allem im “Vitamin D-Winter”, wenn die schräg stehende Sonne im Freien die Vitamin D-Synthese in der Haut nicht “ankurbeln” kann, ist – in engen Grenzen – die richtige Ernährung (fetter Fisch, Pilze, Milch) oder Nahrungsergänzungen besonders wichtig.  Soalrien mit ausreichendem UVB-Anteil im Strahlensprektrum können darüber hinaus die natürliche Rolle der Sonne als Vitamin D-Produzent übernehmen.

Quelle: Wissenschaft aktuell

Studie:  O.H. Franco et al.,  Levels of vitamin D and cardiometabolic disorders: Systematic review and meta-analysis, Maturitas, Volume 65, Issue 3, Pages 225-236 (März 2010)

Winter-Sonne reicht nicht

Winter-Sonne reicht nicht Foto: iStockphoto

Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet in der deutschen Bevölkerung. Vor allem im Vitamin D-Winter (bei uns zwischen Oktober und März) trifft es viele der „Problemgruppen“, vor allem die Alten und die Jugendlichen. Eine Unterversorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D bei 80 Prozent dieser Gruppen hat dramatische Auswirkungen vor allem auf chronische Erkrankungen und „Volkskrankheiten“ wie Osteoporose, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall, Krebs und Infektionskrankheiten, Demenz und Depression.

Die Kosten für das Gesundheitssystem gehen in die Milliarden. Kosten, die vermeidbar wären. Die im Winter fehlenden UVB-Strahlen der Sonne lassen sich nämlich durch künstliche Besonnung problemlos ersetzen. Schon mit einer kleinen Serie von UVB-Bestrahlungen oder Bestrahlungen mit Sonnen-ähnlichen Geräten kann eine erhebliche Verbesserung des Vitamin D-Spiegels erreicht werden.

Bei dem besonders langen Winter im hohen Norden ist es nicht verwunderlich, dass sich vor allem auch finnische Wissenschaftler mit dieser Möglichkeit beschäftigen, der Natur auf die Sprünge zu helfen. Ein Forschergruppe aus Lahti im finnischen Norden testeten mit 56 gesunden Frauen aller Altersgruppen die Wirkungen einer Bestrahlung mit ausschließlich UVB und alternativ mit simulierten Sonnenstrahlen auf die Vitamin D-Bildung über die Haut.

77 Prozent der Frauen wiesen zu Beginn der Versuche einen Vitamin D-Mangel (weniger als 50 nmol/L) und 11 Prozent sogar einen schweren Mangel (weniger als 25 nmol/L) aus.

Schon nach sieben Bestrahlungen mit insgesamt 13 SED (Standard Erythema Units) auf den gesamten Körper war der Vitamin-d-Spiegel um 11,4 nmol/L gestiegen, bei der Bestrahlung nur von Gesicht und Armen immerhin um 1,0 nmol/L. Bei den Bestrahlungen mit sonnenähnlichem Licht erhöhte sich der Spiegel im Durchschnitt um 3,8 nmol/L.

Selbst bei Messungen nach zwei Monaten lag der Vitamin D-Spiegel der UVB-bestrahlten Gruppe noch deutlich über der der nicht bestrahlten Kontrollgruppe.

Es hat sich gezeigt, dass schon eine kurze, niedrig dosierte UVB-Bestrahlung die Vitamin D-Versorgung im Winter deutliche verbessern kann,“ so fassen die finnischen Wissenschaftler das Ergebnis Ihrer Tests zusammen.

Über ähnliche Ergebnisse hatten wir hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: Highwire

Studie: K. Vähävihu et al., Narrow-band UVB course improves vitamin D balance in women in winter, British Journal of Dermatology 2010, Jan 22. (online vorab veröffentlicht)

junger-mann-in-der-sonneMännliche Hormone (Androgene) richten sich nach der Sonne.  Männer mit einem normalen Vitamin D-Spiegel im Blut von mindestens 30 ng/l haben deutlich höhere Testosteron-Werte (insbesondere an nicht gebundenem, verfügbarem und daher wirksamen Testosteron) als Männer mit niedrigeren Vitamin D-Werten (20-29 oder gar <20 ng/l).
Diese Werte sind – genau wie die Vitamin D-Werte – von der Sonneneinstrahlung abhängig. Ende März – am Ende des “Vitamin D-Winters” -  ist der Testosteron-Spiegel am niedrigsten, Ende August am höchsten. Flapsig gesprochen: Je höher die Sonne steigt, desto männlicher der Mann!

Ganz so drücken es zwar die Forscher an der Medizinischen Universität Graz nicht aus, die diesen Zusammenhang untersucht haben und jetzt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift “Clinical Endocrinology” veröffentlichten.  Ihre Untersuchungen von 2299 Männern über einen  Zeitraum von vier Jahren bestätigen aber einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der  Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin D”, saisonalen Einflüssen und der Höhe des wirksamen männlichen Hormon-Pegels.

Da 80-90 Prozent des “Sonnenschein-Vitamins”  durch die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium über die haut im Körper selbst gebildet wird, reicht die Ernährung für eine ausreichende Versorgung nich annnähernd.  “Das UVB-Licht ist und bleibt der wichtigste Lieferant, wer zu wenig in der Sonne ist, muss Vitamin D zusätzlich einnehmen“, so der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Winfried März vom Synlab Medizinischen Versorgungszentrum Heidelberg, im Interview mit pte.

Vor allem im Winter könne künstliches Sonnenlicht in Solarien das fehlende Sonnenlicht  ersetzen. “Die nötige Menge ist nicht einmal besonders hoch. Eine Exposition von 15 bis 20 Minuten reicht dafür aus“, so der Mediziner abschließend.

Quelle:  ScienceDaily/pte

Studie: E. Wehr, S.  Pilz, B.O. Boehm , W. März, B. Obermayer-Pietsch, Association of vitamin D status with serum androgen levels in menClinical Endocrinology 29. Dezember 2009

Dunkle Haut im Nachteil

Dunkle Haut im Nachteil - Foto: iStockphoto

Wer sonnt lebt länger! Eine Unterversorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D3 führt zum früheren Herztod. Oder genauer: Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben liegt für Menschen mit einem drastischen Vitamin-D-Mangel um volle 40 Prozent höher als bei Menschen mit optimaler Vitamin D-Versorgung.

Ein Forschergruppe am University of Rochester Medical Center untersuchte 15.000 gesunde, erwachsene Amerikaner auf ihren Vitamin D-Spiegel und die Anzahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen. Dabei berücksichtigten die Forscher auch Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und bestimmte Proteine.

Besonders bemerkenswert vor allem ein Ergebnis: Dunkelhäutige Teilnehmer hatten ein um 38 Prozent höheres Risiko, an einer Herzattacke zu sterben als weisse Probanden. Der Grund: Die pigmentierte Haut hindert die Vitamin D-Synthese in der Haut durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium. Je mehr sich dann der Vitamin D-Spiegel der beiden Hauttypen-Gruppen in der Studie anglich, desto geringer wurde auch der Risiko-Unterschied bei den Herzerkrankungen.

Unsere Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass sich durch die sehr einfache Veränderung des Vitamin D-Status der Menschen (durch Besonnung im Freien und im Solarium sowie durch Supplementierung, d.Red.)  das Risiko einer Herzkrankheit deutlich reduzieren liesse, ” so der Leiter der Studiengruppe, Prof. Kevin Fiscella.

Quelle: EurekAlert/University of Rochester

Studie: Kevin Fiscella, Peter Franks, Vitamin D, Race, and Cardiovascular Mortality: Findings From a National US Sample,  Annals of Family Medicine 8:11-18 (2010) – PDF

Foto: © Kzenon - Fotolia.com

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Die Fitness von Frauen “in den besten Jahren” wird wesentlich mitbestimmt durch ihre ausreichende Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Forscher von der Iowa State University, USA, testeten die physischen Leistungsfähigkeit und Fitness von 242 gesunden Frauen mit im Durchschnitt 54 Jahren und verglichen die Resultate mit dem Vitamin D-Spiegel im Blut der Teilnehmer. Der durchschnittliche Body Mass Index (BMI) der Frauen lag bei 25.

63,6 Prozent der Teilnehmerinnen wiesen einen mehr oder minder großen Vitamin D Mangel auf (weniger als 75 nmol/L).

Bei allen Fitness-Messungen zeigten sich deutlich bessere Ergebnisse bei den Frauen mit guten oder sehr guten Vitamin D-Werten.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Aussagen früherer Studien über den Zusammenhang von ausreichender Vitamin D-Versorgung (zu 80-90 Prozent durch UVB-Strahlen von Sonne oder Sonnenbank auf der Haut) mit physischer Kraft, Gleichgewicht und allgemeiner Fitness bei jüngeren wie älteren Frauen.

Quelle: JournalWatch

Studie:  Stewart JW et al., Serum 25-hydroxyvitamin D is related to indicators of overall physical fitness in healthy postmenopausal women. Menopause 2009 Nov/Dec; 16:1093-1101

Wenn bei Menschen mit einem Bluthochdruck die Vitamin D-Synthese durch erbliche Belastung behindert wird,  stellt sich häufig eine Herzinsuffizienz ein. Mit diesem Forschungsergebnis einer Gruppe von Wissenschaftlern am Medical College of Wisconsin, USA, bestätígen sich die Befunde aus früheren Studien mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen:
Vitamin D-Mangel schwächt das Herz!

Die Forscher hatten 205 Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz,  206 Patienten mit Bluthochdruck allein und weitere 206 gesunde Kontrollpersonen mit einer bestimmten Genvariate (Gen CYP27B1) untersucht, das einen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Vitamin D im Körper ausübt.  Bei den Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz war dieses Gen degeneriert, die Vitamin D-Versorgung funktionierte nicht richtig.

Bei den Patienten mit Bluthochdruck und dem beschädigten Gen verdoppelte sich das Risiko, an Herzschwäche zu erkranken.

Der Leiter der Studiengruppe,  Prof. Robert U. Simpson,  äusserte sich zuversichtlich, dass mit dieser Erkenntnis einer schweren Herzerkrankung bei Bluthochdruck-Patienten rechtzeitig vorgebeugt werden könnte.

Vor einigen Monaten erst hatte Prof. Simpson und Kollegen in einer umfassenden Übersichtsstudie die positiven Wirkungen des Sonnenschein-Vitamins gegen Bluthochdruck und Herzversagen unterstrichen.

Einmal mehr: Hab Sonne im Herzen!

Quelle:  Science Daily

Studien:
R.A. Wilke , R.U. Simpson et al., Genetic variation in CYP27B1 is associated with congestive heart failure in patients with hypertension, Pharmacogenomics 2009 Nov;10(11):1789-97

C.W. Nemerovski , M.P. Dorsch, R.U. Simpson, H.G. Bone ,  K,D. Aaronson, B.E.Bleske,  Vitamin D and cardiovascular diseasePharmacotherapy 2009 Jun;29(6):691-708.

Die Sonne wurde schon vor mehr als hundert Jahren für die Therapie der Tuberkulose eingesetzt. Aber erst heute ist die Wissenschaft in der Lage, diese antibakterielle und antivirale Wirkung der Sonne zu erklären. Seither ist die Bedeutung der Sonne und des “Sonnenschein-Vitamins D” für Vorbeugung und Behandlung von Infektionen von der Wundinfektion bis zur Influenza einerseits und von Autoimmunerkrankungen wie Diabetes und MS andererseits in hunderten von Studie erforscht worden.

In einer Review-Studie fasst jetzt der Forscher Adrian F. Gombart vom Linus Pauling Institut, Oregon, USA,  den aktuellen  Stand des Wissens zusammen. Der Schlüssel zum Verständis dieser weitreichenden Bedeutung des Vitamin D bei der Infektionsabwehr liegt in dessen “Fähigkeit” zur Steuerung eines Peptids mit antibiotischer Wirkung, des Cathelicidin, das in dieser Form nur beim Menschen und Primaten vorkommt.

Kein Zweifel mehr, dass die Natur das Vitamin D als “Feuerwehr” gegen alle Arten von Infektionen und Fehlssteuerungen des Immunsystems vorgesehen hat.  Um so dramatischer der weit verbreitete Vitamin D-Mangel, vor allem im “Vitamin D-Winter”. In der Zeit von Okotber bis März funktioniert die bei weitem wichtigste Quelle für die Beschaffung des lebenswichtigen Vitamins nicht:  Die UVB-Strahlen der schräg einfallenden Sonne sind für die Vitamin D-Synthese in der Haut nicht stark genug.

Der Vitamin D-Spiegel im Blut sinkt bis auf einen Tiefstand Ende Februar, Anfang März. Und das ist auch die Zeit der Grippe-Epidemien.

Etwa  70Prozent der US-Bevölkerung hat unzreichende Vitamin D-Werte,” so Gombart, “ein umso zentraleres Thema,  je mehr wir erfahren über die vielen Rollen, die das Vitamin D spielt beim Kampf gegen Infektionen, beim Ausbalancieren des Immunsystems, der Regulierung bei Autoimmun- und sogar Herzkrankheiten.

Die Angst vor einer Schweinegrippe-Pandämie hat jetzt die Diskussion über dieses gefährliche Defizit beschleunigt. Erstaunlicherweise aber läuft diese Diskussion völlig losgelöst von einer anderen parallel sich immer schriller äussernden Diskussion über die Gefahren der UV-Strahlen von Sonne und Solarium.  Statt der Suche nach einer optimalen Balance bei der Dosierung der natürlichen Heilkraft von UV-Strahlen der Sonne oder des Solariums wird mancherorts mit manischer Verbissenheit an Abschreckungsszenarien und Verhüllungsempfehlungen gebastelt bis hin zu grotesken Ersatzstrategien vom Pillenschlucken bis zum Aufsprühen chemischer Bräunungsmittel.

Eine Übersichtsstudie aller methodisch anspruchsvollen wissenschaftlichen Arbeiten seit 1948 war kürzlich zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen und hatte den Einsatz von Vitamin D für die Therapie und weiterere klinische Studien zur Wirksamkeit des “Sonnenschein-Vitamins” für Tuberkulose, Influenza und Atemwegserkrankungen angefordert.

Quelle: Science Daily

Studien:
A.F. Gombart,  The vitamin D–antimicrobial peptide pathway and its role in protection against infectionFuture Microbiology, November 2009, Vol. 4, No. 9,  1151-1165

Alexandra V. Yamshchikov et al., Vitamin D for Treatment and Prevention of Infectious Diseases: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials, Endocrine Practice, American Association of Clinical Endocrinologists, Volume 15, Number 5 / July – August 2009

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