Archiv für das Tag 'Herzinsuffizienz'

Wenn bei Menschen mit einem Bluthochdruck die Vitamin D-Synthese durch erbliche Belastung behindert wird,  stellt sich häufig eine Herzinsuffizienz ein. Mit diesem Forschungsergebnis einer Gruppe von Wissenschaftlern am Medical College of Wisconsin, USA, bestätígen sich die Befunde aus früheren Studien mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen:
Vitamin D-Mangel schwächt das Herz!

Die Forscher hatten 205 Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz,  206 Patienten mit Bluthochdruck allein und weitere 206 gesunde Kontrollpersonen mit einer bestimmten Genvariate (Gen CYP27B1) untersucht, das einen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Vitamin D im Körper ausübt.  Bei den Patienten mit Hochdruck und Herzinsuffizienz war dieses Gen degeneriert, die Vitamin D-Versorgung funktionierte nicht richtig.

Bei den Patienten mit Bluthochdruck und dem beschädigten Gen verdoppelte sich das Risiko, an Herzschwäche zu erkranken.

Der Leiter der Studiengruppe,  Prof. Robert U. Simpson,  äusserte sich zuversichtlich, dass mit dieser Erkenntnis einer schweren Herzerkrankung bei Bluthochdruck-Patienten rechtzeitig vorgebeugt werden könnte.

Vor einigen Monaten erst hatte Prof. Simpson und Kollegen in einer umfassenden Übersichtsstudie die positiven Wirkungen des Sonnenschein-Vitamins gegen Bluthochdruck und Herzversagen unterstrichen.

Einmal mehr: Hab Sonne im Herzen!

Quelle:  Science Daily

Studien:
R.A. Wilke , R.U. Simpson et al., Genetic variation in CYP27B1 is associated with congestive heart failure in patients with hypertension, Pharmacogenomics 2009 Nov;10(11):1789-97

C.W. Nemerovski , M.P. Dorsch, R.U. Simpson, H.G. Bone ,  K,D. Aaronson, B.E.Bleske,  Vitamin D and cardiovascular diseasePharmacotherapy 2009 Jun;29(6):691-708.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D (hier: 1,25 dihydroxyvitamin D3) führt selbst bei salzreicher Kost zu einer deutlich besseren Regulierung der Herztätigkeit und damit zur Vermeidung von Herzmuskelschwäche und Herzinsuffizienz.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschergruppe an der Universität von Michigan, USA, nach umfangreichen Tierversuchen.

Über ähnliche Resultate aus den vergangenen Monaten von internationalen Studien haben wir hier, hier und hier und hier bereits berichtet.

Quelle: PubMed

Studie: P. Mancuso et al., 1,25-Dihydroxyvitamin-D3 Treatment Reduces Cardiac Hypertrophy and Left Ventricular Diameter in Spontaneously Hypertensive Heart Failure-Prone (cp/+) Rats Independent of Changes in Serum Leptin, J Cardiovasc Pharmacol. 15. mai 2008 (vorab online veröffentlicht)

Sonne, Vitamin D und HerzinsuffizienzNach einem sonnenreichen Lebenswandel in jüngeren Jahren stellt sich später sehr viel seltener eine Herzinsuffizienz ein.

Ein Forscherteam um Dr. Armin Zittermann an der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie in Bad Oeynhausen hatte 150 Herz-Patienten und ebenso vielen Gesunden einen Fragebogen vorgelegt, in dem alle Verhaltensweisen abgefragt wurden, die zur Vitamin D-Versorgung beitragen können – vor allem also der Aufenthalt an der Sonne in Kindheit und Jugendjahren.

Die Patienten mit Herzinsuffizienz lebten häufiger in Großstädten, gehörten seltener einem Sportverein an, machten seltener Urlaub im Süden und kamen generell seltener an die Sonne als die Mitglieder der gesunden Kontrollgruppe.

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Studie an der Harvard Universität zur vorbeugenden Wirkung von Vitamin D für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit Aufsehen erregt.

Quelle: PubMed

Studie: A. Zittermann et al., Patients with congestive heart failure and healthy controls differ in vitamin D-associated lifestyle factors, Internationale Zeitschrift für Vitamin- und Ernährungsforschung, 77(4):280-8