
Ryan McLaughlin vor dem schottischen Parlament Foto: David Cheskin/PA Wire
Ein 14-jähriger Schüler und seine Protestaktionen führen jetzt zur Einberufung einer internationalen Konferenz über die Gesundheitswirkungen des “Sonnenschein-Vitamin D”.
Ryan McLaughlin aus dem schottischen Glasgow hatte sich mit einer Petition an das schottische Parlament gewandt: Er habe erfahren, dass Vitamin D und der besonders in Schottland weit verbreitete Sonnen- und damit Vitamin D-Mangel eine wichtige Rolle bei der Multiplen Sklerose seiner Mutter spielen könnte. Der Schüler wollte das Parlament veranlassen, Richtlinien über die Versorgung mit Vitamin D zu erlassen und über das richtige Verhalten an der Sonne besser zu informieren – statt die Angst vor den Sonnenstrahlen noch zu schüren.
Seiner Bitte hatte er mit Mahnwachen vor dem Parlament Nachdruck verliehen und in den Medien damit einige Aufmerksamkeit erregt. Jetzt hat das Parlament und die Regierung darauf positiv reagiert:
Die schottische Regierung stellte einen “dringenden Bedarf” nach öffentlichen Informationen fest, sowohl für Ärzte als auch für medizinische Laien, besonders Mütter. Eine entsprechende Kampagne wurde in Auftrag gegeben.
Ausserdem wurde für den 27. April dieses Jahres eine wissenschaftliche Konferenz einberufen, an der Experten zu Sonnenlicht, Vitamin D und Multipler Sklerose (MS) aus aller Welt teilnehmen werden.
Abgeordnete und Regierungsmitglieder beglückwünschten Ryan McLaughlin zu seinem ungewöhnlichen Erfolg.
Quelle: Times Online
Das “missing link” zwischen dem “Sonnenschein-Vitamin” D und der Entstehung und Entwicklung von Multipler Sklerose scheint jetzt gefunden zu sein. Forscher an der Universität Oxford berichten im PLOS Genetics Journal über das Zusammenspiel von Vitamin D und einem Gen, das als Ursache für ein erhöhtes MS-Risiko bekannt ist.